7 Merkmale, woran du eine gesunde Beziehung zu dir selbst erkennst

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Hallo du Liebe,

so schön, dass du heute mitliest.

Ich fühle gerade eine tiefe Dankbarkeit in meinem Herzen, wenn ich diesen Titel lese. Vor einigen Jahren hätte ich diesen Artikel nicht verfassen können. Ich hätte dir theoretisch davon erzählen können, was ich mir eines Tages für eine Beziehung zu mir wünsche. Wonach ich mich tief im Herzen sehne. Diese Sehnsucht wäre begleitet gewesen von einer Traurigkeit und dem Wissen, dass es gerade nicht so ist und dass ich von dieser Wirklichkeit noch weit entfernt bin. Vielleicht kennst du dieses Gefühl?

Dieses Gefühl war oft begleitet von dem Glauben, nicht gut genug zu sein. Mehr sein zu müssen. Mich verändern zu müssen. Etwas an mir reparieren oder korrigieren zu müssen. Erst wenn ich xyz bin/tue/kann, erst dann bin ich wertvoll und liebenswert. Diese Glaubenssätze in uns zu tragen, ist nicht nur schmerzvoll, sondern auch sehr belastend. Wir kommen nie wirklich an. Wir suchen immer weiter. Nach der Lösung, die uns irgendwann vollständig macht.

Auf meiner Reise in den letzten Jahren habe ich so vieles erkennen, lernen und loslassen dürfen. Die Beziehung zu mir selbst hat sich stark verändert. Sie ist nicht perfekt, aber gefüllt mit so viel mehr Liebe, Akzeptanz und Vertrauen. Dafür bin ich so dankbar.

Ich möchte heute mit dir teilen, was in meinen Augen eine gesunde Beziehung zu uns selbst ausmacht. Vielleicht kannst du das eine oder andere bereits in dir erkennen. Vielleicht kannst du sie als Inspiration oder Nordstern nutzen.

Ich lade dich ein, sie mit offenem Herzen zu empfangen.

(1) Du kannst dich und deine aktuelle Situation annehmen, so wie sie ist.

Du bist nicht mehr im ständigen Widerstand gegen dich und dein Leben. Annahme hier bedeutet nicht, zu kapitulieren im Sinne von «aufgeben». Annahme bedeutet, in den Frieden zu kommen mit dem, was gerade ist. Im Wissen, dass du jetzt, in dieser Sekunde, nichts daran verändern kannst und gleichzeitig die Macht hast, ab jetzt einen neuen Weg zu wählen.

(2) Du begleitest dich liebevoll, egal welche Situation oder Emotionen sich zeigen.

Du kannst dich selbst umarmen, dir zuhören, da sein und dir den Raum geben, den du brauchst. Dich selbst wie eine liebevolle Mutter, Freundin oder Partner*in begleiten. Auch dann, wenn sich Schwere und Abtrennung zeigen. Wenn Wut und Trauer da sind. Eine gesunde Beziehung zu uns selbst, zeigt sich besonders in den «dunklen» Momenten des Lebens.

(3) Du stehst für deine Grenzen und Bedürfnisse ein.

Egal, wie viel Mut es manchmal braucht, deine Bedürfnisse und Grenzen zu auszusprechen, du tust es trotzdem, weil du dir selbst wichtig bist. Weil du dich selbst nicht mehr übergehen oder hintergehen willst. Du vertraust dir selbst und hast Klarheit darüber, was du willst und was du nicht (mehr) willst. Du stehst liebevoll für dich ein.

(4) Du verbringst gerne Zeit mit dir selbst.

Du geniesst es, Zeit für dich zu haben und deine eigenen Projekte zu verfolgen. Fühlst dich in dir verankert und zu Hause und hast nicht mehr das Gefühl, von dir selbst flüchten zu müssen. Du bist angekommen, in dir.

(5) Du achtest deinen Körper und begegnest ihm mit Liebe und Akzeptanz.

Dein Körper ist dir wichtig. Dein Leben widerspiegelt diese Haltung. Du ernährst und bewegst dich so, wie es deinem Körper guttut. Du achtest auf die Bedürfnisse und Signale deines Körpers und übergehst sie nicht mehr länger. Du hast gelernt, dein Erscheinungsbild liebevoll anzunehmen, und strebst einen gesunden Körper an.

(6) Du gestaltest dein Leben so, wie es sich für dich richtig anfühlt.

Du gehst keine Kompromisse mehr für dein Leben ein und lebst nicht mehr nach den Träumen und Erwartungen anderer Menschen. Du lebst dein Wunschleben oder baust es gerade Schritt für Schritt auf. Du gehst mutig für deine Träume und Sehnsüchte los.

(7) Du magst den Menschen, der du bist.

Du fühlst dich wohl in dir selbst. Wenn du dich als Freundin aussuchen könntest, würdest du es sofort tun. Nicht weil du überheblich bist, sondern weil du in deinem Herzen weisst, dass du so viel Wunderbares zu geben hast, so viele tolle Eigenschaften hast und eine Bereicherung für andere Menschen bist. Kurz gesagt: Du kennst deinen Wert und weisst, dass du liebenswert, einzigartig und megamässig-toll bist! 🙂

Wenn du gerade Traurigkeit in dir fühlst und dieses Gefühl, nicht gut genug zu sein, dann lass mich dir Folgendes mitgeben:

Viele Menschen fühlen Reue, weil sie nie das Leben gelebt haben, nach dem sie sich im Herzen gesehnt haben. Weil sie sich nie die Zeit genommen haben, sich selbst wirklich kennenzulernen, oder ein Leben lang einen Kampf gegen sich selbst geführt haben. Deine Trauer zeigt, wie wichtig dir dein Leben und die Beziehung zu dir selbst sind. Sie zeigt auch, dass du dir eine andere Wirklichkeit wünschst und somit bereit bist, etwas zu verändern. Einen neuen Weg zu wählen. Genau hier kann wahrhaftige und tiefgehende Veränderung entstehen.

Lass dich nicht von diesen Merkmalen herunterziehen. Im Gegenteil: Nutze sie als Inspirationsquelle, als Nordstern. Oder noch besser: Kreiere deine eigenen. Und gehe dann Schritt für Schritt für sie los. Hole dir auf deinem Weg Hilfe, du musst ihn nicht alleine gehen.

Lass dich nicht täuschen. Auch wenn ich diese 7 Merkmale heute mit dir teile, bedeutet das nicht, dass sie alle immer Realität in meinem Leben sind. Das wäre schön, aber nicht real. Die Beziehung zu uns selbst wird sich immer wandeln und verändern. Manche Tage sind einfacher und andere schwieriger. Das ist normal. Für mich ist das 2. Merkmal der Schlüssel für alles. Solange ich mir in jeder Situation und in jedem Gefühl, das ich fühle, mit Liebe begegne, ist alles gut. Denn damit bringe ich die Sanftheit zurück. Ich umarme die kleine Valentina in mir, die nichts anderes als Liebe braucht.

Das Wichtigste zum Schluss: Ich möchte dir so gerne sagen, wie wundervoll, liebenswert und wertvoll du bist. Gleichzeitig weiss ich, dass diese Worte sich leer anfühlen, wenn wir innerlich vom Gegenteil überzeugt sind. Daher gebe ich dir gerne Folgendes mit. Wenn immer die Gedanken von «nicht gut genug sein» und «ich muss mich verändern» hochkommen, lade einen neuen Gedanken ein: «Ja, vielleicht bin ich jetzt gerade noch nicht ganz da, wo ich eigentlich sein will. Ja, vielleicht möchte ich noch etwas an mir verändern oder verbessern. Das ist ok. Diese Gedanken dürfen da sein. Ich muss nichts unterdrücken. Ich öffne mich aber gleichzeitig dafür, dass mein Wert als menschliches Wesen nicht durch etwas, was ich bin oder nicht bin, definiert werden kann. Jeder Mensch und jedes Lebewesen ist wertvoll und wichtig. Auch wenn es sich gerade noch etwas wackelig anfühlt, wähle ich jetzt in diesem Moment einen neuen Gedanken: Ich bin wertvoll und ich bin wichtig, genauso wie jeder andere Mensch und jedes andere Lebewesen auch.»

Die Beziehung zu uns selbst ist definitiv eine Lebensreise. Ich glaube aber daran, dass wir selbst in den Händen halten, in welche Richtung sich diese Reise entwickelt. Solange wir achtsam und liebevoll an das Thema herangehen, können wir uns nur in die richtige Richtung bewegen.

Ich wünsche dir alles Liebe auf deinem Weg.

Deine Valentina

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